Halloween-Torte

„Süßes, sonst gibt’s Saures“

Ich bin mal wieder etwas spät dran, aber dennoch möchte ich euch meine gruselige Halloween-Torte nicht vorenthalten: Ein Red-Velvet-Samtkuchen mit einer weißen Schokoladen-Ganache und Fondant-Dekoration.

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Zugegeben: meine erste Torte dieser Art – daher etwas verbesserungswürdig – aber trotzdem sehr lecker geworden 🙂

Ich habe die Torte an zwei Tagen gebacken, da einiges etwas länger abkühlen muss – Alternativ geht auch sehr früh anfangen und abends fertigstellen.

Material, das benötigt wird bzw. das ich empfehlen würde:

  • Backofen
  • Herd
  • Rührgerät oder Küchenmaschine
  • Waage
  • Messbecher
  • Tortenform mit einem Durchmesser von 19 Zentimetern
  • Topf, oder besser zwei
  • Rührschüssel
  • Zwei Schüsseln zum Aufbewahren
  • Schneebesen
  • Teigschaber
  • Teigkarte
  • Winkelpalette
  • Palette
  • großes Messer
  • Ausrollstab oder Nudelholz
  • Fondantglätter
  • Backpapier
  • Backtrennspray
  • kleines Glas oder runder Plätzchenausstecher
  • Tortenplatte
  • Löffel zum Probieren 🙂

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1. Tag – 1. Schritt: Zwei verschiedene Ganache herstellen – eine zum Befüllen der Torte und eine, um die Torte zu ummanteln.

Die klassische Ganache (sprich „Ganasch“) ist eine Schokoladen-Sahne-Mischung und ist superschnell und einfach herzustellen.

Zutaten für die Ganache zum Befüllen:

  • 225 Gramm Sahne – mit mind. 30% Fett – je mehr Fett, desto besser
  • 375 Gramm weiße Kuvertüre

Zutaten für die Ganache zum Bestreichen:

  • 150 Gramm Sahne
  • 450 Gramm weiße Kuvertüre

Je nach Geschmack könnt ihr natürlich mehr machen – wichtig dabei ist eigentlich nur, dass ihr die Mengenverhältnisse von 3:5 beim Befüllen bzw. 1:3 beim Bestreichen einhaltet.

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Warum zwei Verschiedene? Der Fondant, der als letztes über den Kuchen gezogen wird, benötigt einen festen Untergrund, der nicht zu viel Feuchtigkeit enthält, da er sich sonst auflösen würde. Daher eignet sich perfekt die Ganache zum Bestreichen mit einem hohen Schokoladenanteil. Alternativ würde auch eine Amerikanische Buttercreme funktionieren. Die Ganache zum Befüllen ist durch den höheren Sahneanteil eher lockerer und „leichter“.

Zubereitung für beide Ganache: Die Sahne in einem Topf solange aufkochen lassen, bis sie nach oben steigt. Rühren dabei nicht vergessen. Wenn die Sahne kocht, von der Herdplatte nehmen und die zerkleinerte Kuvertüre hineingeben und solange rühren, bis sich diese vollständig aufgelöst hat.

Ganache zum Bestreichen, kühl, aber nicht kalt – also nicht im Kühlschrank – lagern, da sie sonst zu fest wird. Die Scholadencreme zum Befüllen kann auch im Kühlschrank abgekühlt werden.

Tipps für die perfekte Ganache habe ich mir natürlich auch geholt: Einmal bei dem Blog „Mann backt“ von Marian Moschen vor allem bzgl. der Mengen, die insgesamt benötigt werden, und bei dem Blog „Sallys Welt“ von Saliha Özcan, die dazu auch ein super Video-Tutorial veröffentlicht hat.

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1. Tag – 2. Schritt: Der Teig:

  • 350 Gramm weiche Butter
  • 100 Gramm Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Teelöffel gemahlene Vanille
  • 6 Eier (zimmerwarm)
  • 350 Gramm Mehl
  • 80 Gramm Kakao
  • 1 1/4 Teelöffel Backpulver
  • 1/4 Teelöffel Natron
  • 1 Esslöffel Essig
  • 500 Gramm Buttermilch (zimmerwarm)
  • Rote Lebensmittelfarbe

Zubereitung: Butter, Zucker, eine Prise Salz und die gemahlene Vanille vier bis fünf Minuten zu einer cremigen Masse verrühren – bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat.

Im Nachhinein würde ich etwas weniger Butter verwenden, da ich den Zuckeranteil im Vergleich zum Originalrezept stark verringert habe und ich das Gefühl habe, dass so das Verhältnis der Zutaten nicht mehr ganz stimmte und der Teig dadurch sehr kompakt und fest wurde – aber sehr, sehr lecker.

Währenddessen Mehl, Kakao, Backpulver und Natron sieben und vermischen. Zu dem Butter und Zucker -Gemisch nach und nach die Eier geben. Nach jedem Ei die Masse kurz – ca. 30 Sekunden – verrühren. Lebensmittelfarbe hinzugeben, bis die Masse eine kräftige rote Farbe angenommen hat. Essig hinzufügen und verrühren. Zum Schluss abwechselnd Buttermilch und Mehlmischung in die Schüsel geben und solange verrühren, bis es eine homogene Masse ist.

Im vorgeheizten Backofen bei 170 Grad Ober-/Unterhitze den Kuchen für ca. 40 Minuten backen.

Ich habe jeweils die Hälfte des Teiges gemacht und zwei Kuchen gebacken, die ich wiederum halbiert habe – ich habe also mit insgesamt vier Böden mit je einem Durchmesser von ca. 19 Zentimentern gearbeitet. Wenn ihr zwei gleich große Backformen habt, könnt ihr die beiden Kuchen auch gleichzeitig und nicht nacheinander backen.

Das Rezept stammt auch von „Sallys Welt“ – im Video-Tutorial wird etwa ab Minute 13:10 beschrieben, wie der Teig zubereitet wird.

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2. Tag – 1. Schritt: Die über Nacht ausgekühlten Kuchen halbieren und mit der Ganache zum Befüllen – logischerweise – befüllen. Dazu die kalte Ganache, die über Nacht im Kühlschrank war, mit dem Rührgerät kurz locker, luftig aufschlagen – im Grunde wie Schlagsahne.

Etwa ein Drittel auf den ersten Tortenboden geben, mit einer (Winkel-)Palette glatt verstreichen, zweiten Tortenboden auflegen, wieder mit Ganache bestreichen, dritten Boden auflagen, mit Ganache bestreichen, vierten und letzten Boden auflegen. Wenn ihr als vierten Boden die Unterseite des Kuchen verwendet und die glatte Fläche nach oben legt ist es anschließend leichter, da ihr schon eine glatte Fläche habt :-).

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2. Tag – 2. Schritt: Nun die Ganache zum Bestreichen holen und die Torte ummanteln. Hierzu habe ich mir auch wieder Tipps von einem Video-Tutorial von „Sallys Welt“ geholt: Am besten mit der glatten Oberfläche beginnen und die Ganache, die eine Nutella-Konsistenz haben sollte, darauf verteilen und glattstreichen.

Bei der ersten Schicht landen noch viele Krümel von den Böden in der Ganche – nicht ärgern, das ist normal 🙂 Am besten das Werkzeug – ich habe hier mit einer kleinen Winkelpalette gearbeitet – immer abstreifen und von Krümeln befreien, bevor ihr mit der Palette wieder in die Schüssel mit der Ganache geht. Ebenfalls die Seiten der Torte mit Ganache überziehen – muss nicht übermäßig schön sein, da noch eine zweite Schicht darüber kommt. Löcher in der Ummantelung auffüllen und überflüssige Ganache mit einer Teigkarte abziehen.

Torte für 15 Minuten in den Kühlschrank stellen – anschließend die Torte fertigstellen.

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Torte aus dem Kühlschrank holen und – wie schon im ersten Schritt – wieder oben auf der glatten Fläche beginnen den Kuchen mit der Schokoladencreme zu bestreichen. Anschließend die Seiten. Gerne die Ganache großzügig auftragen und dann anschließend mit einer Teigkarte abziehen. Löcher oder Lücken in der Ganache auffüllen und überstehende Masse mit der Teigkarte glatt abziehen. Überstehende Ganache an den Rändern am besten mit einem kleinen Messer abschneiden. Solange wiederholen bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist.

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2. Tag – 3. Schritt: Nun kommen wir zu dem letzten Schritt – der Fondant Verziehrung.

Was wird benötigt?

  • Backtrennspray
  • Weiße Fondant Decke von Dr. Oetker (oder einer anderen Firma :-))
  • Schwarze Lebensmittelfarbe oder schwarzer Fondant
  • Ausrollstab
  • Fondantglätter
  • kleines Glas oder runden Plätzchenaustecher
  • Kirschsaft
  • eine Packung Tortenguss

Video-Tutorial zum Überziehen einer Torte mit Fondant natürlich wieder von „Sally’s Welt“ :-).

Ich hab es mir leicht gemacht und einen bereits ausgerollten Fondant gekauft. Diesen habe ich nur noch mit einem Ausrollstanb etwas vergrößert. Um den Durchmesser der Fondantdecke zu berechnen, addiert einfach den Durchmesser des Kuchens mit dem doppelten Wert der Höhe der Torte. Also beispielsweise 19 Zentimeter Durchmesser plus acht Zentimeter Höhe: 19 + 8 + 8 = 35. Also müsste der Fondant mindestens einen Durchmesser von 35 Zentimeter haben, damit er für die Torte reicht. Lieber großzügiger ausrollen und den Überschuss abschneiden.

Bevor der ausgerollte Fondant auf die Torte gelegt wird, Kuchen mit Backtrennspray einsprühen, dann haftet der Fondant besser.

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Mit der Hand den Fondant zuerst oben, dann rundherum glattstreichen. An den Seiten oben beginnen und stückchenweise nach unten vorarbeiten, dabei den Fondant immer wieder ein bisschen wegziehen, anschließend glattstreichen, usw.

Überreste wegschneiden und später weiterverwenden. Torte mit einem Fondantglätter glatt streichen: wieder zuerst oben, dann an den Seiten. Und fertig 🙂 Naja, fast. Jetzt geht es nach an den Halloween-Look.

Die Überreste des weißen Fondants mit schwarzer Lebensmittelfarbe einfärben und kräftig durchkneten – oder wer es leichter haben will – schwarzen Fondant verwenden.

Nun den schwarzen Fondant ausrollen und mit einem kleines Glas oder mit einem runden Plätzchenausstecher für zwei Rosen ca. 10 bis 12 Kreise austechen. Die Kreise am Rand noch ein bisschen abflachen – also etwas dünner machen – und dann zu Rosen rollen.

Den ersten Kreis hierfür recht eng aufrollen. Die Mitte des zweiten Kreises dort ansetzten, wo das erste Blütenblatt quasi ended und etwas lockerer aufrollen.  Die obere Hälfte etwas auseinanderziehen, um die Blütenoptik hinzubekommen. Die Mitte des dritten Blattes gegenüber der Mitte des zweiten Blattes ansetzen. Die restlichen zwei oder drei Blütenblätter mit der Mitte immer dort ansetzten, wo die ersten Blätter eine Lücken bilden. Oben immer schön etwas auseinander ziehen. Untere Hälfte abschneiden und fertig ist die Fondant-Rose. Tuturial von cajl88 findet ihr hier.

Nachdem ich noch so viel Fondat übrig hatte, habe ich noch eine kleine Banderole um den Boden der Torte geklebt.

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Für das „Blut“ Tortenguss nach Anleitung zubereiten – für die rote Farbe sorgt der Kirschsaft – und mit einem Teelöffel auf die Torte vorsichtig tropfen lassen.

Als Grusel-Element zum Abschluss noch ein mit Tortenguss verziertes Messer in die Torte stecken.

Fertig!

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