Hollerkiacherl mit Rhabarberkompott

Heit gibt’s Hollerkiacherl, Hollerkiacherl, Hollerkiacherl, gibt’s ollawei wann da Summer o’fangt.

Auch wenn der Sommer bereits vorbei ist, möchte ich euch dieses sommerliche Schmankerl nicht voreinhalten: Hollerkiacherl – gerne auch als Hollerküchel, Holunderpfannekuchen, Holunderküchle oder Hollerschöberl bezeichnet.

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Ideale Erntezeit für die Hollerblüten ist zwischen Ende Mai bis Anfang Juli – je nach Standort blüht der Holunder zu dieser Zeit. Am besten erntet man die Blüten während einer Periode mit trockenem und sonnigem Wetter – am Vormittag, wenn der Morgentau verdampft ist, denn dann ist das Aroma und der Wirkstoffgehalt am größten. Holunderblüten sind sehr gesund – sie enthalten ätherische Öle, schweißtreibende Glykoside und zahlreiche weitere sekundäre Pflanzenstoffe. Eine ausführliche Anleitung für die Hollerblüten-Ernt gibt es hier.

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Wer einen Hollerstrauch im Garten hat, kann sich glücklich schätzen, denn der Volksglaube besagt, dass er wohlgesinnte Hausgeister beherberge, was den Strauch in vielen Hausgärten heimisch werden ließ und zu dem Spruch führte, dass man vor einem Hollerbusch den Hut ziehen müsse.

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Das Rezept für das Rhabarberkompott habe ich wieder einmal von chefkoch.de. wife77 war so lieb es zur Verfügung zu stellen.

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Zutaten:

  • 500 Gramm Rhabarber
  • 100 Gramm Zucker
  • 1 Päckchen Vanillinzucker

Den Rhabarber gründlich säubern. Wenn man die Schale des Rhabarbers nicht abzieht, wird die Farbe des Kompotts viel schöner und intensiver rot.

Den Rhabarber in kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem Zucker und den Vanillinzucker in einen Topf geben und alles vermengen. Ca. 1 Stunde stehen lassen – der Zucker zieht das Wasser aus dem Rhabarber – gelegentlich durchrühren. So wird es nicht nötig anschließend Wasser hinzu zu geben und so verwässert das Kompott nicht.

Unter Rühren so lange kochen, bis die Rhabarberstücke weich sind. Das Kompott auskühlen lassen und evtl. nachsüßen

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Das Rezept für die Hollerkiacherl habe ich aus Florian Lechners „Die neue Bayerische Küche“ – mit kulinarischen Köstlichkeiten vom Wirt vom Moarwirt in Hechenberg. Dieses Mal habe ich mich sogar an die Vorgaben gehalten. 🙂

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Zutaten:

  • 8 Hollerblüten
  • 200 Gramm Mehl
  • 300 Milliliter Weißwein
  • 1 Spritzer Holunderblütensirup
  • 2 Eier
  • 4 EL braune Butter / Nussbutter
  • gemahlener Zimt
  • 1/2 Vanilleschote
  • Salz
  • 2 Esslöffel Puderzucker
  • Pflanzenöl zum Ausbacken

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Hollerblüten waschen und mit Küchenpapier vorsichtig trocken tupfen. Mehl mit Weißwein und dem Holunderblütensirup in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen glatt rühren. Eier trennen. Eigelb, flüssige braune Butter, eine Prise Zimt und das ausgeschabte Vanillemark vorsichtig unter den Teig rühren.

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Eiweiß mit einer Prise Salz und dem Zucker steif schlagen, vorsichtig unter den Weinteig mischen. Reichlich Öl in einem großen, flachen Topf oder einer Pfanne erhitzen – aber nicht zu heiß werden lassen. Hollerblüten durch den Weinteig ziehen, leicht abtropfen lassen und im heißen Öl goldbraun backen.

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Gebackene Hollerkiacherl auf Küchenpapier abtropfen lassen. Zimt und Puderzucker nach Geschmack vermischen, die Kiacherl mit der Zimt-Zucker-Mischung bestreuen und gleich servieren. 

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Wie braune Butter / Nussbutter gemacht wird, ist in diesem Bild beschrieben.

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Trivia: Eine meiner Lieblingsbands Dreiviertelblut hat dem Hollerkiacherl sogar ein Lied gewidmet.

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